Jede Arbeit beginnt mit einem gefundenen Material.
Altes Glas trägt Geschichten in sich.
Von Gebrauch und Vergessen.
Von Wegen, die es genommen hat.
Ich suche diese Materialien bewusst –
und lasse mich zugleich von ihnen finden.
Flussufer.
Antikmärkte.
Archive des Zufalls.
Am Ufer
formen Wasser, Sand und Zeit das Glas.
Auf Märkten treten Objekte
mit Spuren früherer Leben in Erscheinung.
Was ich sammle, ist nicht Seltenheit –
sondern Resonanz.
Nicht alles
muss werden.
Das Studio ist ein Archiv von Möglichkeiten.
Regale voller gesammelter Materialien
warten,
bis Licht sie offenbart.
Geduld ist Teil des Prozesses.
Technik steht im Dienst der Poesie.
Nie umgekehrt.
Licht wird zurückhaltend integriert.
Miniaturisiert.
Auf sein Wesentliches reduziert.
Es unterstützt das Material –
ohne es zu dominieren.
Transformation ist ein Akt der Sorgfalt.
Sichten.
Sortieren.
Selektieren.
Entscheidend ist Stimmigkeit.
Wenn Material und Licht
ihr Gleichgewicht finden,
ist die Arbeit abgeschlossen.
Auch das Gelebte
hat ein Recht auf Licht.
Gefundenes
Material.
Altes Glas.
Spuren.
Zeit.
Nicht alles
muss werden.
Materialien warten –
bis Licht
sie offenbart.
Dies ist
die Schwelle.




